The Boys - Reviews Staffel 3 (2022)

The Boys - ReviewsStaffel 3 (1)

In unseren Kurzkritiken schildern unsere Autoren und Autorinnen ihren ersten Eindruck von einer Episode in Form einer kurzen Review. Nutzt die Gelegenheit, eure Meinung zu dieser Folge kundzutun und mit uns über die Serie zu diskutieren.

"The Boys" ansehen:

Review: #3.01 Payback

The Boys
© Amazon Studios

Die Wartezeit auf Staffel 3 hin war wirklich fies, aber nun ist "The Boys" endlich zurück und das mit einem Zeitsprung. Deswegen ist dieser Auftakt auch erst mit einer gewissen Orientierung verbunden. Viele der neuen Handlungsbögen, wie Hughies (Jack Quaid) Zusammenarbeit mit Victoria Neuman (Claudia Doumit) waren natürlich schon angedeutet und dennoch ändert sich in einem Jahr viel, weswegen es auch spannend war zu ergründen, wer aktuell zu wem wie steht. Nachdem in den ersten beiden Staffeln die Lager klar getrennt waren, ist es nun deutlich gemischter, denn vor allem die 'Boys' sind keine Einheit mehr. Die Kontakte sind noch da, doch die Stimmung dabei stets sehr angespannt, weswegen ein unterschwelliges Gefühl dafür entsteht, dass irgendein Konflikt jeden Moment explodieren könnte. Dass das auch für die Aktivitäten bei Vought gilt, erklärt sich von selbst, denn Homelander (Antony Starr) ist mehr denn je am Rande des Wahnsinns und hat nach den Enthüllungen rund um Stormfront (Aya Cash) mit sinkenden Umfragewerten zu kämpfen, während Annie als Starlight (Erin Moriarty) mehr denn je oben auf ist, was sie natürlich auch ins Visier von Homelander rückt. Neben diesen neuen Begebenheiten ist aber auch sehr viel vertraut: die Metaebene wird wieder großartig in vielfältiger Form bedient und auch die grotesken und ja schon als eklig zu bezeichnenden Szenen werden dargeboten. Es ist deutlich zu merken, dass nach der langen Wartezeit gleich ein Ausrufezeichen zum Staffelauftakt gesetzt werden sollte. Das ist gelungen. "The Boys" ist zurück und das mehr als vielversprechend!

Review: #3.02 Schimpansen weinen nicht

Jessie T. Usher, The Boys
© Amazon Studios; Courtesy of Prime Video

Diese Episode dreht sich vor allem um Homelander, denn es ist sein Geburtstag und es ist definitiv kein Feiertag für ihn. Denn die Kontrolle von Mr. Edgar (Giancarlo Esposito) ist allgegenwärtig, weswegen es scheint, als wäre sein Ende endgültig gekommen. Aber denkste. Homelander ist einfach ein Aufstehmännchen, der auch viel nach Instinkten agiert und in der einen Situation mag er sich selbst eine Falle stehen, dann aber wiederum beschenkt er sich selbst. Was seine Rede am Ende bewirkt hat, das werden wir erst noch sehen müssen, aber es ist klar, Homelander ist definitiv nicht klein zu kriegen. Das ist natürlich besonders spannend, weil die Feinde sich umgekehrt formieren. Dafür geht auch Billy Butcher (Karl Urban) neue Wege. Er ist kurz vor dem Punkt, wo er zum Aufgeben bereit wäre, aber dann bekommt auch seine Wut neue Nahrung und er experimentiert mit Compound V. Damit hat er definitiv eine Grenze überschritten und zwar eine persönliche, denn er ist zu einem Supe geworden, auch wenn es nur temporär intendiert ist, aber dennoch hätten wir alle Butcher an diesem Punkt wohl nie gesehen. Aber auch Hughie hat wahrlich keinen guten Tag, denn er ist so enthusiastisch in seinen Job bei Neuman gestartet und da war die Wahrheit definitiv ein Schlag ins Gesicht. Dazu wird er ständig daran erinnert, dass er im Grunde im Alltag nichts ohne Annie hinbekommt, weswegen er sich umso mehr beweisen will. Für Hughie wirkt die Wahrheit wie ein Rückschritt, aber andererseits ist es vielleicht in Wahrheit ein Fortschritt, denn er hat für die Behörde eigenverantwortliche Arbeit geleistet und ich denke auch, dass er sich bei den Boys definitiv besser behaupten kann als zuvor, zumal Butcher eben so seine Probleme hat. Bei den Supes ist auch deutlich zu merken, dass Deep (Chace Crawford) und A-Train (Jessie T. Usher) mehr in den Fokus gerückt werden sollen. Das geschieht noch auf eine sehr humorbetonte Art und Weise, aber wer weiß, ob uns einer der beiden in dieser Staffel nicht noch richtig überraschen wird?

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Review: #3.03 Oh mein Gott, sie haben Soldier Boy getötet!

Laz Alonso, Karen Fukuhara & Jack Quaid, The Boys
© Amazon Studios; Courtesy of Prime Video

Jensen Ackles wurde für die dritte Staffel groß angekündigt, aber bis auf Archivaufnahmen war bislang noch nicht viel drin gewesen, was sich nun endlich ändert. Mit einem ausführlichen Flashback tauchen wir also in die Vergangenheit von Payback ein und damit darf Soldier Boy auch erstmals als Figur wirklich interagieren und da trieft die Arroganz aus allen Poren. Die Parallelen zu Homelander scheinen also erstmal unbenommen. Gleichzeitig gibt es aber auch Einblicke in Black Noirs (Nathan Mitchell) Vergangenheit, was ich auch kaum noch für möglich gehalten habe, aber es klärt viel auf. Das macht also eine der großen Fragen dieser Serie schon einmal rund. Ansonsten ist die Episode voll von Überraschungen, mal gute, mal schlechte. Die Einführung von Little Nina (Katia Winter) knüpft an einen Teil von Frenchies (Tomer Capone) Vergangenheit an, die ich nie sonderlich interessant fand, aber es ist schon deutlich zu merken, dass sie für den großen Plan dieser Staffel Mittel zum Zweck werden wird. Hughie und Annies Beziehung erfährt auch einen gewissen Knick, denn nachdem sie durch seinen Job bei der Behörde in etwa auf Augenhöhe waren, mit einer leichten Tendenz pro Annie wegen ihrer Superkräfte, gerät nun alles durcheinander. Es ist deutlich eine Episode der Frauen, denn mit der Rückblende zu Annies Kindheit, wo sie schon wie eine Marionette von ihrer Mutter (Ann Cusack) behandelt wird, hat sie nun auch in der Gegenwart zu kämpfen. Eigentlich war sie durch Edgars Vertrauen obenauf und dann gleich zwei Rückschläge, weil Homelander und Hughie sie als Schachfigur zu platzieren scheinen. Immerhin scheint Annie es zu ihren Bedingungen machen zu können, auch wenn es ihr zutiefst zuwider ist. Dann haben wir noch Kimiko (Karen Fukuhara), die in dieser Staffel auch definitiv eine Reise vor sich hat. Ihre Treue gegenüber Frenchie stand immer an erster Stelle, aber ich könnte mir vorstellen, dass sie auch irgendwann ihr eigenes Ding durchzieht. Auch bei den Seven ist viel Bewegung drin, jetzt würde ich mir mal wieder eine gemeinsame Mission wünschen, um die Gruppendynamik voll auszuspielen.

Review: #3.04 Russen, Hamster, Superhelden

The Boys
© Amazon Studios; Courtesy of Prime Video

Diese Episode hat definitiv die bislang meisten Wendungen der Staffel zu bieten. Auch wenn die Episodenlänge wie gewohnt Ausdauer erfordert, so ist das Ergebnis wirklich sehr kurzweilig, weil es auch bei den vermeintlichen Nebengeschichten gewaltige inhaltliche Ausrufezeichen gibt. Während Deep in einer ähnlich doofen Ecke wie immer stecken bleibt, so ist dennoch die Frage, wer genau Cassandra (Katy Breier) als seine Ehefrau ist, was ihre Agenda ist und wie weit sie dafür gehen wird? Sie erinnert mich ein wenig an Ashley (Colby Minifie), weswegen es mich auch nicht wundern würde, wenn die beiden auf Dauer gemeinsame Sache machen würden. Wobei Ashleys Agenda auch nicht völlig offensichtlich ist, aber ich denke, dass sie es weniger für ihr eigenes Ego macht, sondern weil sie sich gerne in einer mächtigen Rolle an Homelanders Seite sieht. Wie von mir gewünscht kommen auch die neuen Seven zusammen und es ist doch spannend, dass es für A-Train in eine ernsthafte Richtung geht (die im Übrigen Deep auch stehen würde) und dass mit ihm die BLM-Bewegung angegangen wird. Das ist jetzt schon deutlich zu erahnen und wird sicherlich noch für einiges an Disput sorgen, denn wo Homelander nach seiner Verbindung zu Stormfront und wegen seiner Umfragewerte positioniert ist, versteht sich von selbst. Eine absolut herrliche Szene gab es auch für Kimiko, die definitiv eine Scene Stealerin ist, wenn man vor allem ihre Darstellerin Fukuhara mal machen lässt. Da sie eben nur Gestik und Mimik zur Verfügung hat, ist es schon beeindruckend, wie viel in ihrem Gesicht vor sich geht und die Dildosequenz war wirklich herrlich lustig. "The Boys" ist auch dafür bekannt, vieles aus der Popkultur abzugucken und durch den Kakao zu ziehen, aber diese Episode empfand ich mit dem Ausflug nach Russland etwas abgekupfert, denn die "Stranger Things"- und "Haus des Geldes"-Vibes waren schon sehr stark. Vielleicht sollte es statt Parodie diesmal auch Verehrung sein?

Review: #3.05 Der Feind meines Feindes

The Boys
© Amazon Studios; Courtesy of Prime Video

Es geht den Bach runter, aber ganz gewaltig, denn es passiert eine Katastrophe nach der nächsten. Diese Staffel gönnt sich bislang wirklich keine Durchhänger, was bei der vorangegangen etwas anders war, aber hier gibt es immer wieder neue Nackenschläge, die der Serie eine ganz andere Richtung geben. Ein wichtiges Thema dieser Staffel ist sicherlich auch die Beziehung von Hughie und Annie, denn auch wenn sie mit Beginn der Staffel schon glücklich wirkten, hat man deutlich gemerkt, dass ihm Gleichwertigkeit wichtig ist, was mit Annie aber emotional für ihn nie möglich sein wird, denn sie ist eben eine Supe. Deswegen hat es mich auch überhaupt nicht gewundert, dass er solche Freude an der Einnahme von V24 hatte, denn endlich hatte er auch seine Superheldentat. Gleichzeitig ist aber auch zu verstehen, warum Annie damit ein Problem hat, denn zum einen ist die temporäre Substanz noch gar nicht wirklich erforscht und wir sehen die Nebenwirkungen ganz deutlich und zum anderen merkt man Hughie und Butcher deutlich an, dass sie bereits die Bodenhaftung verloren haben. Das kann für die Beziehung wahrlich nicht gut enden, weswegen es auch insgesamt schmerzt, die Boys so in Scherben liegen zu sehen. Für Kimiko freue ich mich dagegen, denn auch wenn sie ihre fehlenden Kräfte sicher auch noch mal bereuen wird, aber diese ganze Leichtigkeit, die sie ausgestrahlt hat, die war herzerwärmend, gerade in einer Serie, die nicht vieler dieser Moment gönnt. Von Annie wiederum ist es mutig, dass sie dennoch von innen heraus weiter an der Revolution arbeitet. Bei Ashley war es ein guter Versuch, aber es war glaube ich nicht die ideale Kandidatin, aber wer könnte es sonst sein, wenn Maeve (Dominique McElligott) erstmal wegfällt? Fakt ist also, dass Homelander aktuell Vought runterwirtschaftet, indem er den falschen Leuten die Verantwortung überträgt und parallel gehen Butcher und Hughie falsche Wege. Das kann doch nur Chaos werden, oder?

Review: #3.06 Herogasm

Erin Moriarty & Laz Alonso, The Boys
© Amazon Studios; Courtesy of Prime Video

Wie war das mit Referenzen auf die Popkultur? Der Episodenauftakt war auf jeden Fall für Gal Gadot gedacht und diesmal fand ich es wieder genau richtig durch den Kakao gezogen. Abseits davon muss ich sagen, dass sich diese Episode unfassbar nach einem Finale angefühlt hat und das ist schon verrückt, wenn man bedenkt, dass uns noch zwei ganze Episoden für diese Staffel bevorstehen. Das unterstreicht aber erneut, wie wenig zimperlich Eric Kripke und sein Team aktuell vorgehen, dass sie sich keine Atempause gönnen und das macht diese dritte Staffel bislang zu einem echten Rausch. Der Haupthandlungsort ist diesmal das Herogasm, das unter der Gastfreundschaft von TNT Twins Tommy (Jack Doolan) und Tessa (Kristin Booth) zum 70. Mal stattfindet. Gerade von Comic-Fans ist dieses Event schon heiß ersehnt worden, da es ein eigenes Spin-Off der "The Boys"-Reihe darstellt. Herogasm ist hier definitiv Programm, dennoch war es teilweise etwas verstörend, was tatsächlich alles gezeigt wurde und dennoch trifft es den Ton von "The Boys" natürlich perfekt. Es ist gut, dass Streamingdienste sich 'prüde' nicht auf die Fahne schreiben müssen, sonst wären hier vermutlich einige sehr enttäuscht aus der Episode gegangen, aber andere werden möglicherweise auch mal haben wegsehen müssen. Es ist auf jeden Fall ein Ausrufezeichen dieser Serie, das möglicherweise Seriengeschichte geschrieben hat. Das Herogasm ist aber auch Schauplatz für Showdowns ohne Ende. Deswegen war der Running Gag der Episode, wie blöd es ist, dass Frenchie alles verpasst, definitiv verdient, denn hier durfte man wirklich nichts verpassen. Gerade die letzten zehn Minuten sind echt grandios, weil man gar nicht weiß, wie man das gerade Gesehene verarbeiten soll, da passiert schon das nächste, deswegen habe ich nicht umsonst von dem Gefühl eines Staffelfinales gesprochen. Hiernach ist die wöchentliche Wartezeit wirklich fies, denn wie zur Hölle geht es jetzt bitte weiter?

Review: #3.07 Starlight im Shitstorm

Karen Fukuhara & Tomer Capone, The Boys
© Amazon Studios; Courtesy of Amazon Studios

Nachdem sich die vergangene Episode wie ein Staffelfinale anfühlte, ist es kaum verwunderlich, dass dieses Tempo bis zum tatsächlichen Finale nicht durchgezogen werden konnte, weswegen die vorletzte Folge ein wenig zum Durchatmen ist. Dennoch war es keinesfalls langweilig, aber man hat deutlich gemerkt, dass es diesmal mehr darum ging, einiges vorzubereiten statt ständig inhaltliche Ausrufezeichen zu setzen. Bei Butcher war es extrem interessant, dass wir wieder in seine Vergangenheit mit seinem Vater (Brendan Murray) und seinem Bruder Lenny (Bruno Rudolf & Jack Fulton) eingetaucht sind. Man hat deutlich gemerkt, wie sehr sich Butcher mit Schuldgefühlen herumplagt, aber vermutlich hat er noch nie so deutlich vor Augen geführt bekommen, dass er in seinem Versuch, nicht wie sein Vater zu werden, genau zu dieser Persönlichkeit geworden ist. Zudem kam die Warnung in Bezug auf Hughie sehr deutlich (ob es eine Prophezeiung für sein Schicksal war?). Als Butcher wieder in die Realität zurückkehrt, ist seine Erschütterung deutlich zu merken und dennoch scheint er Annies Warnung, dass das temporäre V tödlich ist (das war jetzt mal keine Überraschung!), zu ignorieren. Es wirkt hier völlig antiklimaktisch, aber vermutlich soll Butchers Gewissensentscheidung für das Finale aufgehoben werden. Dass Kimiko ihre Kräfte wiederhaben wollte, das hat mich durchaus überrascht, denn in dieser Staffel ist der Selbsthass von ihr schließlich regelrecht auf die Spitze getrieben worden. Andererseits war ihre Ansprache an Frenchie auch wunderschön und absolut nachvollziehbar. Zumal ich auch glaube, dass Kimiko sich keine Sorgen machen muss, denn sie hat sich aktuell emotional dem Einfluss von Butcher entzogen und da steht für mich außer Frage, dass sie wirklich nur Gutes im Sinn hat. Ich hoffe nur, dass sie und Frenchie weiterhin ihr junges Glück genießen können, denn er scheint mit seinem Drogenkonsum in eine andere Richtung zu treiben. Dafür hat er offenbar den Schlüssel gegen Soldier Boy in der Hand: Nervengift. Das eröffnet die spannende Frage für das Finale: wen wird es nun treffen mit dem Ende? Soldier Boy oder Homelander? Vater oder Sohn? Diese Info war zum Ende der Episode wirklich ein Ausrufezeichen, weil es für das Finale wirklich alles möglich macht. Ich sitze jedenfalls schon vor Spannung am Rand meines Stuhls!

Review: #3.08 Ich bin von deinem Blut!

Dominique McElligott , The Boys
© 2020 Amazon.com Inc.; James Minchin/Amazon

Mir persönlich hätte #3.06 Herogasm als Staffelfinale mehr gefallen, weil ich es dramaturgischer besser und zum Ende hin vor allem offener empfunden habe. Dennoch ist das tatsächliche Finale dieser insgesamt wirklich großartigen dritten Staffel keine Enttäuschung. Es war auf jeden Fall geschickt gemacht, dass sich die einzelnen Konflikte dieser Staffel gut bündeln ließen im Vought Tower. Doch insgesamt war auch ein wenig Handbremse mit im Spiel; es ging folglich weniger um Action, sondern viel mehr um emotionale Verwicklungen. Eigentlich ist genau das mein Schwerpunkt bei Serien, aber bei "The Boys" läuft alles ein bisschen anders. Dennoch weiß ich diese ganzen tollen Momente sehr wohl zu schätzen. Es war auch genial, wie viele unterschiedliche Gefühle alleine Maeve bei mir herbeigeführt hat. Erst grenzenloser Jubel, dann Ernüchterung, dann aber Verständnis, weil Homelander ihre zentrale Hassfigur ist, aber dann auch die Selbstopferung, die vielleicht ihre persönliche Wiedergutmachung für das Flugzeug damals war. Nur dass sie eben nicht wirklich gestorben ist. So sehr ich Maeve auch mag, es hat für mich hier keinen Sinn ergeben, aber wer weiß, was in Staffel 4 noch kommt, aber erstmal sah es nach glücklichem Reiten in den Sonnenuntergang hinein aus. Auf den Punkt gebracht wurde auch der Konflikt zwischen Hughie und Annie, denn es war schön, als er erkannt hat, wie falsch er mit seiner vermeintlichen Schwäche lag und dass er dann seiner Freundin zu einem nie da gewesenen Level-Up ihrer Kräfte verhilft. Ja, Hughie, DAS ist Stärke. Genial war natürlich auch Kimiko, die immer wieder die Sehnsucht nach Musik verspürt hat und nun einfach zu "Maniac" das tut, was sie am besten kann. Hier ist jemand wirklich nun im Einklang mit seinen Kräften. Auch ein sich durch die ganze Staffel ziehendes Thema mit den Vätern und Söhnen wird hier auf die Spitze getrieben. Während Homelander erkennen muss, dass er sein Happy End mit seinem Vater nicht bekommen wird, wird sich für Ryan (Cameron Crovetti) nun zeigen, wohin der Weg führt. Seine Einbindung in diesem Finale ist für mich der schwächste Aspekt, denn nur weil einmal von Butcher zurückgewiesen wurde, ist mir der Wandel hin zu seinem biologischen Vater zu schnell gegangen. Schließlich ging es davor immer darum, dass er stark durch die Menschlichkeit seiner Mutter Becca (Shantel VanSanten) geprägt wurde, doch die scheint teilweise wie weggefegt. Dennoch muss ich auch sagen, dass der finale Blick von Crovetti schon echt großartig war, weil er genau auf der Grenze zwischen Vernunft und Wahnsinn lag. Sollte mit Ryan also wirklich die Schiene Homelander 2.0 eingeschlagen werden, dann ist der Jungschauspieler jedenfalls schon bestens besetzt. Insgesamt lässt sich also sagen, ein Staffelfinale mit kleineren Schwächen, aber eins, das alles Wichtige zu einem Ende geführt hat und auch schon wieder genug Weichen für Staffel 4 gestellt hat.

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Lena Donth - myFanbase

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Author: Duane Harber

Last Updated: 01/02/2023

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Name: Duane Harber

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Job: Human Hospitality Planner

Hobby: Listening to music, Orienteering, Knapping, Dance, Mountain biking, Fishing, Pottery

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